Ich bin der gute Hirte

Das Ziel

Erkennen, dass Jesus uns genauso führt und leitet, wie ein Hirte sich um seine Schafe kümmert.

Der biblische Hintergrund (Johannes 10,7–11)

In diesem Abschnitt gibt es zwei «Ich bin»-Worte, die eng miteinander zusammenhängen. Denn in Vers 7 sagt Jesus auch noch: «Ich bin die Tür, die zu den Schafen führt.» Selbst für Menschen, die noch nie ein Schaf oder einen Schafhirten gesehen haben, ist das Bild von jemandem, der ganz nah bei denen ist, die ihm anvertraut sind, sich aber doch von ihnen unterscheidet, sie verteidigt und beschützt und für sie sorgt, leicht verständlich und eindrucksvoll. Hesekiel schreibt von den schlechten Führern Israels, die wie böse Hirten sind, und davon, dass Gott eingreifen und als guter Hirte auftreten muss (Hesekiel 34). Die Worte Jesu bekommen dadurch eine interessante Dimension.

Das Essen

Hirtenauflauf, Hüttenauflauf oder Gärtnerauflauf

Dies ist ein Gericht ohne weitere Beilagen, das von der Küche aus serviert wird. Für alle, die eine vegetarische Variante bevorzugen, einen Gärtnerauflauf zubereiten.

Die Kreativstationen

Schäfchen-Collage

Sie brauchen: Zeichenpapier, Mal-Utensilien, Watte, Pinsel, Bastelleim, Behälter mit sauberem Wasser

Felder, Berge und Wasser malen. Aus Watte Schäfchen aufkleben. Künstlerisch Begabte malen vielleicht noch einen Hirten, der einen hungrigen Wolf abwehrt.

Gesprächsthema

Wo Schafe sich gern aufhalten.

Wolle spinnen

Sie brauchen: Jemanden, der vorführen kann, wie man Wolle spinnt

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wo die Wolle herkommt.

Baumwoll-Schäfchen-Buttons

Sie brauchen: aus schwarzem Papier ausgeschnittene Köpfe, Wackelaugen, Wattepads, Bastelleim, Sicherheitsnadeln, Klebestreifen

Auf die vorgeschnittenen Köpfe Wackelaugen aufkleben. Den Kopf auf ein rundes Wattepad leimen. Auf der Rückseite eine Sicherheitsnadel ankleben und als Brosche tragen.

Gesprächsthema

Wie Schafe einander alles nachmachen und fast nicht selbst denken. (Gott will diesbezüglich nicht, dass wir wie Schafe sind, sondern möchte, dass jeder Einzelne ihn persönlich kennen lernt.)

Schäfchen-Kekse

Sie brauchen: Kekse, weißen Zuckerguss, süße Spaghetti-Schnüre (oder aufgerollte Lakritz-Schnecken), Smarties

Die Kekse mit einem Klecks Zuckerguss, vier Stücken Spaghetti-Schnüre als Beine und einem Smartie als Kopf dekorieren. Ehrlich gesagt sieht das Ganze für den neutralen Beobachter nicht sehr nach Schaf aus, aber es schmeckt ziemlich gut.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie ein Hirte für seine Schafe genug zu fressen findet.

Schafgehege bauen

Sie brauchen: verschiedenes Bastelmaterial, Klebeband oder Klebestreifen

Aus dem Bastelmaterial und jeder Menge Klebeband oder Klebestreifen ein Schafgehege zusammenbauen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie ein Schafgehege die Tiere vor Gefahren von außen beschützt und wie ein guter Hirte vor dem Eingang zum Gehege schläft, damit die Wölfe als Erstes auf ihn stoßen, ehe sie überhaupt an die Schafe gelangen können.

Namensschilder

Sie brauchen: A4-Blätter, bunte Sticker in verschiedenen Formen, Glitzer, Farben, Buntstifte und anderes

Jeder schreibt seinen Namen in großen Buchstaben auf ein A4-Blatt. Dabei nur die Konturen der einzelnen Buchstaben ziehen. Die Buchstaben mit Stickern oder Glitzer ausfüllen oder mit Farbe oder Buntstiften ausmalen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie ein Hirte jedes seiner Schafe mit Namen kennt.

Murmeln

Sie brauchen: Murmeln, Acrylfarbe, glatte Papiertischdecke von der Rolle

Die Murmeln in der Farbe rollen und dann über die ausgebreitete Tapete rollen lassen, als wären sie Schafe, die umherirren und dabei ihre Spur hinterlassen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie Schafe hier und da im Gras zupfen und sich dabei völlig gedankenlos, und ohne es eigentlich zu wollen, immer weiter von ihrem Hirten entfernen, bis sie ganz weit fort sind.

Schaf-Figuren

Sie brauchen: Papprollen (z. B. leere WC-Papierrollen), Watte, mittelschweren Karton, Strohhalme, Bastelleim

Aus einer Papprolle und ganz viel Watte ein Schaf formen. Auf ein rundes Stück Karton ein fröhliches Schafgesicht malen und an einem Ende der Rolle festkleben. Aus Strohhalmen oder gefalztem Karton eventuell Beine ankleben.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, was Schafe uns geben.

Pompons

Sie brauchen: mittelschweren Karton, Wolle, Schere

Aus dem Karton Kreise mit einem Loch in der Mitte ausschneiden. Zwei Kreise aufeinander legen und so lange mit Wolle umwickeln, bis kein Faden mehr durch das Loch in der Mitte passt. Dann rundherum am äußeren Rand aufschneiden. Zwischen den beiden Kartonscheiben einen Faden ganz fest um die Wolle in der Mitte ziehen und gut verknoten. Dann die Pappscheiben wegschneiden und die Wolle zu einem fast runden Pompon zurechtzupfen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wofür wir Wolle überall brauchen.

Taschenpsalm

Sie brauchen: leere Streichholzschachteln, A4-Papier in Weiß, Blau und Dunkelbraun, mittelschweren Karton in Weiß, Schwarz und Braun, grüne Buntstifte, angebrannte Streichhölzer, Schere, Bastelleim, Psalm 23 auf kleine Blätter gedruckt

Eine Streichholzschachtel mit weißem Papier bekleben. Auf die Oberseite ein Stück blaues Papier kleben, auf die Unterseite dunkelbraunes. Die Innenschachtel grün anmalen. Aus weißem oder schwarzem Karton eines oder mehrere kleine Schafe ausschneiden und so in der Mitte falten, dass sie stehen können. Aus braunem Karton einen kleinen Hirtenstab schneiden. Mit vier Streichhölzern das Schafgehege bilden. Mit diesen «Requisiten» eine Geschichte über den Hirten erzählen, der seine Schafe aus dem Gehege zu grünen Weiden (die Innenschachtel), zu frischem Wasser (blau), in dunkle Täler (die braune Unterseite) und sicher auf die andere Seite führt. Für ältere Teilnehmer auf einem kleinen Stück Papier Psalm 23 ausdrucken, so dass sie ihn mit den Schafen, dem Gehege und dem Stab in die Streichholzschachtel stecken können.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie der Hirte sich um die Schafe kümmert und überall mit ihnen hingeht. David war Schafhirte, bevor er König wurde, und hat diesen berühmten Psalm über einen Hirten geschrieben.

Die Andacht

Die Kirche oder den Gemeindesaal vorbereiten

Sie brauchen: einen Hirtenstab, (eventuell) PowerPoint mit Fotos der diversen Kreativangebote, Muster von jeder Kreativstation

Im vorderen Teil im Quadrat ein paar Stühle aufstellen, die ein Schafgehege bilden. Wenn Sie PowerPoint-Fotos zeigen, starten Sie den Beamer, sobald die Leute hereinkommen. Erklären Sie, was gebastelt wurde.

Liedvorschläge

Das wünsch ich sehr

Der Herr, mein Hirte

Weil ich Jesu Schäflein bin

Biblische Geschichte und Auslegung

(Fragen Sie:) Hat es euch allen Spaß gemacht? Was habt ihr gemacht? Ach ja, ganz viele Dinge, die mit Schafen zu tun haben … Ich habe einen Hirtenstab mitgebracht. Ein Bischof trägt auch manchmal einen Stab. Was meint ihr, warum tut er das? Jesus hat gesagt: «Ich bin der gute Hirte.» Wir alle sind seine Schafe. Macht einmal: «Mäh!» Jesus kümmert sich um uns, wie sich ein guter Hirte um seine Schafe kümmert. Jesus kennt den Namen von jedem einzelnen seiner Schafe. (Rufen Sie einzelne Teilnehmer mit Namen. Sie antworten: «Mäh!» und kommen nach vorn.)

Jesus achtet darauf, dass seine Schafe alles haben, was sie brauchen. Er führt uns zu den Stellen, an denen es das beste Gras gibt. (Führen Sie die Herde auf eine Seite des Raumes.) Er führt uns dorthin, wo es das frischeste Wasser zu trinken gibt. (Führen Sie sie auf die andere Seite.) Jesus sorgt dafür, dass seine Schafe sicher sind. Am Abend führt er uns in das Gehege, damit wir vor Gefahren sicher sind – besonders vor Wölfen. (Führen Sie die Teilnehmer in das Gehege, das Sie vorher aus Stühlen aufgestellt oder im Kreativteil gebastelt haben.) Jesus sagt: «Ich bin die Tür zu den Schafen.» Er legt sich vor dem Eingang hin, um uns vor dem Wolf zu schützen. (Legen Sie sich am Eingang zu dem Schafgehege auf den Boden.) Wenn der Wolf angreift, läuft Jesus nicht fort. Er trotzt der Gefahr und beschützt uns. (Stehen Sie auf und gehen mit dem Stab in Stellung, als wollten Sie die Herde verteidigen.)

Wir wissen, dass Jesus wirklich für uns sorgt, weil er bereit war, am Kreuz für uns zu sterben. Er hat sein Leben gelassen für seine Herde. Jesus ist unser guter Hirte. Es ist wunderbar, sein Schaf zu sein. Wir wollen noch einmal rufen: «Mäh!»

Gemeinsames Gebet

Leiter: Weil du unser guter Hirte bist, sagen wir …
Alle: Danke, Jesus.
Leiter: Weil du uns zur guten Weide führst, sagen wir …
Alle: Danke, Jesus.
Leiter: Weil du uns beschützt, sagen wir …
Alle: Danke, Jesus.
Leiter: Weil du uns vor dem Bösen bewahrst, sagen wir …
Alle: Danke, Jesus.
Leiter: Weil du für uns gestorben bist, sagen wir …
Alle: Danke, Jesus.
Leiter: Weil du für uns auferstanden bist, sagen wir …
Alle: Danke, Jesus.

Schlussgebet

Herr, wir danken dir, dass du deine Kinder auf der ganzen Welt und durch alle Zeiten hindurch liebst und bewahrst. Hilf uns, auch füreinander zu sorgen und einander durch dick und dünn zu lieben. Amen.

Ü-Segen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (strecken Sie die Hände aus, als wollten Sie ein Geschenk empfangen) und die Liebe Gottes (legen Sie die Hände aufs Herz) und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (fassen Sie Ihre Nachbarn an den Händen) sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen! (Heben Sie beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Höhe.)

Bleib am Ball!

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