Berge der Bibel

Das Ziel

Aufzeigen, welche Bedeutung Berge, Hügel und einsame Orte für Jesus und andere Personen der Bibel hatten.

Der biblische Hintergrund

Während die evangelische Seite in mir argumentiert, dass ich Gott zu jeder Zeit an jedem Ort begegnen kann, spricht einiges dafür, dass Berge bei unseren Begegnungen mit Gott doch eine ganz spezielle Rolle spielen. So kann man sie zum Beispiel in der Geschichte von Mose und den Gesetzestafeln (2. Mose 19,16–20,17) oder dem Bericht von der Verklärung (Markus 9,2–8) symbolisch als einen Ort bezeichnen, an dem sich Himmel und Erde auf halbem Wege treffen. Berge sind auch Orte, an die man vor dem Rest der Welt fliehen und wo man Gott allein in seiner Schönheit begegnen kann, wie Jesus in Lukas 6,12, als er sich zum Beten zurückzog, oder Elia, der sich in einer Berghöhle versteckte (1. Könige 19,1–9). Ich denke auch, dass Berge als wichtige Orientierungspunkte dienen und leicht mit bestimmten Geschichten in Verbindung gebracht werden können: Elia auf dem Kamel (1. Könige 18,20–39), Jesu Kreuzigung auf Golgatha (Johannes 19,16–17) oder Jerusalem als der Berg Zion (Hebräer 12,22). Das Thema «Berge» schafft eine enge Verbindung zwischen dem Alten und dem Neuen Testament.

Das Essen

Schinken, Kartoffelschnitze und Erbsen

Stellen Sie Erbsen und Schinken auf die Tische und servieren Sie die Kartoffeln aus der Küche.

Die Kreativstationen

Appetitanregende Berge

Sie brauchen: Pappteller, grün gefärbten Zuckerguss, Eiswaffeltüten, Schokoladenstreusel, Gummibärchen

Die Waffeltüten umgekehrt auf einen Pappteller stellen und mit grünem Zuckerguss überziehen. Einige Schokoladenstreusel darüberstreuen (sie stellen die übriggebliebenen Brote und Fische dar) und fünf (oder weniger) Gummibärchen an dem Berg festkleben. Sie symbolisieren die 5000 Zuhörer.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über Picknicks, die Sie schon einmal auf einem Berg oder Berggipfel hatten, und suchen Sie einen Bezug zu dem Bericht von der Speisung der Fünftausend in Johannes 6,1–13.

Seifenstücke

Sie brauchen: billige weiche Seifenstücke, Zahnstocher oder andere Modellierstäbe

Ritzen Sie mit einem Zahnstocher oder einem Modellierstab eines der Zehn Gebote in ein Stück Seife.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie beängstigend oder eindrücklich ein Sturm auf einem Berg sein kann, und erinnern Sie an den Ehrfurcht einflößenden Lärm und das Erdbeben, als Mose Gott auf dem Berg begegnete, um die Zehn Gebote in Empfang zu nehmen (2. Mose 19,16–20,17).

Elias Feuer

Sie brauchen: Buntpapier oder Seidenpapier in Rot, Orange, Gelb und Braun, Buntstifte in Weiß und Grau, Watte, Bastelleim, Schere

Flammen aus Seidenpapier auf braunes Papier kleben. Mit den Stiften Rauch darübermalen und Wattewölkchen aufkleben.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über das Feuer, das Gott schickte, als Elia um ein Zeichen bat (1. Könige 18,36–38).

Wie lieblich sind die Füße auf den Hügeln

Sie brauchen: eine alte Plastikwanne, alte Schwämme oder Handtücher, Farbpulver, glatte Papiertischdecke von der Rolle, Flipchart, Schreibzeug, Wasser und Seife, alte Handtücher oder Küchenpapier

Eine alte Plastikwanne mit einer Schicht Schwämme oder alter Handtücher füllen und mit Farbe tränken. Einen langen Streifen Papier auf dem Boden auslegen, der zum Flipchart-Ständer führt. Die Teilnehmer mit bloßen Füßen in die Farbe treten und dann auf dem Papier bis zum Flipchart gehen lassen, auf dem sie etwas Schönes zeichnen oder schreiben, was sie kürzlich erlebt haben. Gelegenheit zum Waschen und Abtrocknen bereithalten.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie es war, als Sie einmal eine gute Nachricht erhielten, und wie Nachrichten zur Zeit der Bibel von Boten weitergetragen wurden. Wenn er eine gute Nachricht brachte, war der Bote willkommen, wie in Jesaja 52,7. Sprechen Sie über die gute Nachricht, die wir für die Menschen haben, wenn wir ihnen erzählen, was Jesus für uns getan hat.

Lilien auf dem Felde

Sie brauchen: buntes Seidenpapier, mittelschweren Karton, grünen Filz, Schere oder Zackenschere

Aus buntem Seidenpapier Kreise ausschneiden, zwei oder drei übereinanderlegen und mit dem Finger in die Mitte stechen, so dass eine Art Blume entsteht. Die Blume auf ein Stück Karton kleben und aus Filz Blätter und Stängel ausschneiden und ankleben. Die Ränder mit Zickzackschere beschneiden, einreißen oder auf andere Weise möglichst originell gestalten.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie Jesus nicht möchte, dass wir uns um Dinge sorgen, die gar nicht wirklich wichtig sind. In der Bergpredigt sagt er, wir sollten uns nicht um unsere Kleidung sorgen. Bei den Blumen auf dem Feld können wir sehen, wie schön er sie «anzieht». Also wird er auch uns das geben, was wir brauchen (Matthäus 6,25–34).

Schlangengrube

Sie brauchen: breite Papprollen, alte Plastikhandschuhe, Papierreste, Bastelleim, Hand- oder Feuchtigkeitscreme

Die Papprollen sollten so breit sein, dass man eine Hand hineinstecken kann. Aus Gummi (wie zum Beispiel den Fingern von alten Spülhandschuhen) Schlangen schneiden und auf eine gezackte Lasche aus Papier kleben. Die Schlangen mit etwas Hand- oder Feuchtigkeitscreme bestreichen, damit sie nicht aneinander festkleben, und in das Rohr stecken. Dann jemanden auffordern, seine Hand in das «Vipernnest» zu stecken und zu fühlen, was darinnen ist.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, dass es in Gottes Reich keine Gefahren mehr geben wird. Sein Reich ist noch nicht da, aber es wird kommen. Es wird sein wie ein «heiliger Berg». Dort wird es so sicher sein, dass man die Hand in ein Schlangenloch stecken kann (Jesaja 11,8) und die Schlange nicht beißt.

Gebetstöpfe

Sie brauchen: neue Plastikblumentöpfe, bunte Sticker, Geschenkpapier in Streifen, leichten Karton, Stifte oder Bleistifte

Zwei Blumentöpfe mit Stickern und Streifen von Geschenkpapier oder Ähnlichem verzieren. Aus dem Karton sechs oder mehr kleine Kärtchen schneiden. Auf jede Karte einen Namen schreiben und in der Mitte falten. Alle Kärtchen in einen Topf legen. Es sollten Namen von Personen sein, für die man regelmäßig betet. Die Töpfe im Lauf der Woche zum Beten verwenden: Ein Kärtchen aus einem Topf nehmen, für die Person darauf beten und es dann in den zweiten Topf legen.

Gesprächsthema

Wie man einen ruhigen Ort findet, an dem man gern die Nähe Gottes sucht. Sogar Jesus ging zum Beten allein auf einen Berg (Lukas 6,12).

Collage von Gottes heiligem Berg

Sie brauchen: ein altes Laken oder Betttuch, ein Stück Stoff in Dunkelrot oder Grün, Reißzwecken oder Klebstoff, verschiedene Naturzeitschriften, Papierreste, Acrylfarbe, Pinsel, Bastelleim

Auf dem Laken ein Dreieck aus dunkelrotem oder grünem Stoff anbringen, so dass es, wenn man das Ganze als Wandbild aufhängt, wie ein Berg aussieht. Glückliche Menschen und Tiere aufmalen oder aus Zeitschriften ausschneiden und auf das Laken kleben.

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie es ist, mit Tieren zu leben. In Gottes Reich werden Menschen und Tiere friedlich miteinander leben, wie es im Bericht von der Schöpfung erzählt wird.

Oliven

Sie brauchen: kleine Brotstücke, Olivenöl in einer flachen Schale, entsteinte Oliven, Cocktailspießchen, Gegenstände aus Olivenholz

Die Brotstücke in das Olivenöl tunken und probieren. Verschiedene Olivensorten auf Cocktailspießchen zum Probieren bereitstellen. Wenn Sie etwas aus Olivenholz besitzen, bringen Sie es mit, damit jeder es anschauen und anfassen kann. Auf Nahrungsmittelallergien achten.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über den Ölberg in Jerusalem, der früher mit Olivenbäumen bewachsen war und deshalb auch Olivenberg hieß. König David weinte dort, als er verraten wurde, und gab sich selbst in Gottes Hand (2. Samuel 15,30). Viele Jahre später betete Jesus dort und befahl sich auch in Gottes Hand, nachdem Judas ihn verraten hatte (Lukas 22,39–42).

Der Berg Zion

Sie brauchen: Zeichenpapier, Acrylfarbe, Pinsel, Behälter mit sauberem Wasser Lesen Sie Psalm 48,2–4. Was für Bilder kommen Ihnen dabei in den Sinn? Können Sie aufmalen, was Sie vor sich sehen?

Gesprächsthema

Berge, die Sie erklommen haben, vor allem die schönen. Erklären Sie, dass Jerusalem auf dem Berg Zion gebaut wurde und wie die Juden, wenn sie nach Jerusalem gingen, sich darauf freuten, den Berg in der Mitte der Stadt zu sehen. David hat darüber Lieder geschrieben.

Die Andacht

Die Kirche oder den Gemeindesaal vorbereiten

Sie brauchen: (eventuell) PowerPoint mit Fotos der diversen Kreativangebote, Muster von jeder Kreativstation

Legen Sie verschiedene Gegenstände, die man zum Klettern braucht, z. B. Kletterseile, im Andachtsraum aus, und hängen Sie Poster von Bergen aus verschiedenen Erdteilen auf. Wenn Sie PowerPoint-Fotos zeigen, starten Sie den Beamer, sobald die Leute hereinkommen.

Liedvorschläge

Kommt und lasst uns ziehn

Du hast uns deine Welt geschenkt

Herr, ich sehe deine Welt

Biblische Geschichte und Auslegung

Fragen Sie: Wer hat schon einmal einen Berg bestiegen? Jesus ging auf einen Berg, wenn er mit seinem Vater reden wollte (Matthäus 14,23). Einmal nahm er Petrus, Jakobus und Johannes mit auf einen Berg, um zu beten (Lukas 9,28). Als sie dort waren, sahen sie, wie Jesu Gesicht leuchtete und seine Kleider so hell strahlten wie ein Blitz, und sie erkannten, dass er wirklich Gottes geliebter Sohn war. Auf einem anderen Berg lehrte Jesus seine Nachfolger, wie man in Gottes Reich lebt (Matthäus 5,1). Berge sind … hoch! Vom Gipfel aus hat man eine herrliche Aussicht. Und sie sind … gefährlich! Viele Menschen sind in den Bergen schon verunglückt. Berge sind … Ehrfurcht erregend. Wir staunen über ihre Schönheit und Majestät. Sie sind … riesig! Sie erinnern uns daran, wie klein wir sind und wie groß der Gott, der sie gemacht hat.

Erwähnen Sie einen Berg in der Nähe – oder dass es in der Nähe keinen Berg gibt –, und fragen Sie, wohin man gehen könnte, wenn man einen Berg besteigen will. Zum Beispiel: «Bei uns in der Nähe gibt es keine richtigen Berge, aber wir haben Hügel wie … Es tut gut, einmal auf einen Hügel zu steigen und sich dort Zeit zu nehmen, um Gott für alles zu danken, was man von dort oben sehen kann.» Wenn ihr das nächste Mal auf einen Berg steigt, dann haltet einmal einen Moment inne und sprecht ein Gebet, wie Jesus es tat. Dankt Gott für alles Schöne, was er gemacht hat, und für das noch größere Wunder, dass Jesus, sein Sohn, am Kreuz auf einem Berg starb, um uns zu zeigen, wie sehr Gott uns liebt.

Gemeinsames Gebet

Bildet mit euren Armen ein Kreuz. Wir stellen uns vor, dass wir auf einen Berg steigen. Dabei wollen wir laut aussprechen, wofür wir Gott danken und loben wollen … Wir stellen uns vor, wie wir hinuntersteigen, und nennen dabei die Namen der Menschen, für die wir Gott um Hilfe und seinen Segen bitten …

Schlussgebet

Herr, wir danken dir für die Berge, die auf der ganzen Welt und durch alle Zeiten hindurch die Menschen näher zu dir gebracht haben. Hilf uns, dass wir im Herzen zur Ruhe kommen und uns Zeit nehmen, um in der Schönheit deiner Schöpfung deine Nähe zu suchen. Amen.

Ü-Segen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (strecken Sie die Hände aus, als wollten Sie ein Geschenk empfangen) und die Liebe Gottes (legen Sie die Hände aufs Herz) und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (fassen Sie Ihre Nachbarn an den Händen) sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen! (Heben Sie beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Höhe.)

Bleib am Ball!

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