Abraham und Sara

Das Ziel

Aufzeigen, dass wir alle zur selben Familie der Gläubigen gehören, die mit der Geschichte von Abraham und Sara begann. Und mit der Verheißung, die Gott ihnen gab.

Der biblische Hintergrund (1. Mose 12–21)

Dies ist eine lange, weitschweifige Geschichte, die wir auf ein paar Ele- mente reduziert haben. Gott ruft Abram auf, sich mit ihm auf eine lange Reise zu begeben. Abrams Frau Sarai kann keine Kinder bekom- men, und darüber sind die beiden sehr traurig. Unterwegs verspricht Gott Abram, er werde mehr Kinder haben, als es Sterne am Himmel oder Sandkçrner in der Wüste gibt. Als Bestätigung für dieses Verspre- chen ändert er die Namen von Abram und Sarai um in Abraham und Sara.

Gottes Versprechen geht in Erfüllung. In hohem Alter bekommt Sara schließlich ein Baby, das sie Isaak nennen. Die Ur-Ur-Ur-(ganz viele Ur)-Großenkel dieser Familie sind heute die Mitglieder der Familie Gottes. Das heißt, wir gehçren alle zur selben Familie – Gottes Familie der Glaubenden. Gottes Verheißung beginnt ganz klein, aber sie kann gewaltige Formen annehmen.

DAS ESSEN

Pasta plus

Stellen Sie Soße und geriebenen Käse in Schüsseln auf die Tische. Nu- deln und Erbsen bringen Sie aus der Küche. Eltern oder Teenies kçnnen beim Verteilen helfen. Es dauert zu lange, alles in der Küche auf die Tel- ler zu füllen und noch warm an die Tische zu bringen.

DIE KREATIVSTATIONEN

Sterne drucken

Sie brauchen: Moosgummi, feste rohe Kartoffeln (gewaschen und trocken), Plakafarbe in verschiedenen Farben, dunkles Pa- pier oder Karton

Aus Moosgummi oder Kartoffeln sternfçrmige Stempel schneiden und in mindestens drei verschiedene Farben tauchen. Auf das dunkle Papier oder den Karton Sterne stempeln.

Gesprächsthema

Wie viele Sterne kçnnen wir nachts am Himmel sehen? Ermuntern Sie die Teilnehmer, heute Abend einmal die Sterne zu zählen.

«Sand»-Flaschen

Sie brauchen: Verschiedenfarbige Perlen oder gefärbten «Sand», den man selbst aus Salz und Farbpulver herstellen kann (siehe unten), durchsichtige Plastikflaschen

Die Plastikflaschen abwechselnd mit verschiedenfarbigen Perlen oder gefärbtem «Sand» füllen. Fest verschließen!

«Sand» kann man aus Salz und Farbpulver herstellen. Für sandfarbe- nen «Sand» einen Teelçffel gelbe und einen halben Teelçffel rote Farbe auf 1 Kilo Salz geben.

Gesprächsthema

Versuchen Sie, die Sandkçrner in den Flaschen zu zählen, und sprechen Sie darüber, wie schwierig das ist. Fragen Sie, wer die grçßte Zahl nen- nen kann. Staunen Sie über die Vorstellung von Unendlichkeit.

Familienkarten

Sie brauchen: mittelschweren weißen oder bunten Karton, Auf- kleber, Stanzer, bunte Papierschnitzel, Bastelleim, Schere, Bunt- stifte oder andere farbige Stifte

Eine Karte gestalten, die man einem Familienmitglied schenken kann, ob in der Nähe oder ganz weit fort. Die Karte mit Aufklebern, farbigen Papierschnipseln oder ausgestanzten Elementen verzieren.

Gesprächsthema

Unterhalten Sie sich darüber, wie weit Familien zurückreichen, von den Eltern über die Großeltern bis zu den Urgroßeltern und noch weiter. Machen Sie sich darauf gefasst, viel über ältere Verwandte zu hçren! Sprechen Sie darüber, wie eines Tages die Kinder selbst Eltern oder Großeltern oder Urgroßeltern sein werden! Familie zieht sich durch alle Zeiten.

Warhammer-Workshop

Sie brauchen: Warhammer-Figuren oder andere unbemalte Spielfiguren (fordern Sie die Kinder auf, ihre eigenen mitzubrin- gen), Acrylfarbe in verschiedenen Farben, Pinsel, Reinigungsmit- tel, Küchenpapier

Die Figuren gemeinsam bemalen!

Gesprächsthema

Sprechen Sie darüber, wie viel Spaß es macht, Dinge zu sammeln, die eigene Sammlung zu pflegen und wachsen zu sehen.

Wasserfarb-Gesichter

Sie brauchen: Wasserfarbe in verschiedenen Farben, Malpapier, Pinsel, Krüge mit sauberem Wasser, Küchenpapier

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Mit den Farben ein Gesicht auf ein Zeichenblatt malen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über die verschiedenen Farben, die man braucht, um ein ganzes Bild zu malen, so wie erst aus ganz verschiedenen Menschen eine Familie entsteht.

Reisen

Sie brauchen: Umrisse von Autos, Zügen, Kamelen, Pferden und Karawanen (mit dickem Filzstift auf Papier gezeichnet), Plaka- farbe in verschiedenen Farben, Pinsel, Krüge mit sauberem Was- ser, Küchenpapier

Lassen Sie die Teilnehmer mithilfe der vorbereiteten Umrisse ihre Fami- lie malen, die mit einem der Transportmittel eine Reise unternimmt. Ermuntern Sie dazu, auch entferntere Familienmitglieder, Freunde oder Leute aus der Gemeinde auf die Reise mitzunehmen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über die Reisen, die Familien manchmal unternehmen. Hat jemand erst kürzlich mit seiner Familie eine Reise gemacht? Wie war es? Wie haben sie sich geeinigt, wenn jeder in eine andere Richtung wollte?

Stern-Mobile

Die Kartonsterne mit Glitzer und Glitzerleim dekorieren und mit glän- zendem Geschenkband an einen Drahtkleiderbügel hängen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über die Sterne am Himmel, die auch tagsüber da sind, obwohl wir sie dann nicht sehen.

Sie brauchen: Sterne aus Karton, Glitzer und Glitzerleim, Satin- band, Drahtkleiderbügel

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Sterne kleben

Sie brauchen: dunkles Papier, Rçhrchen mit silbernen Glitzer- sternchen, Bastelleim, Silber- und Goldstifte

Mit den Silbersternchen ein eigenes Sternbild gestalten und ihm einen Namen geben.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über die Muster, die die Sterne am Himmel bilden, und wie die Leute in diesen Bildern Tiere, Vçgel und Helden erkennen.

Sandkasten

Mit den Eimern, Schaufeln und Löffeln im Sand spielen.

Gesprächsthema

Sprechen Sie über die Wüste und wie sie sich durch den Wind, der da- rüberbläst, ständig verändert. Unterhalten Sie sich über Strände, Sand- burgen und Sandkuchen.

Zikkurat-Brote

Die Weißbrotscheiben in Quadrate unterschiedlicher Größe schneiden und mit verschiedenen Brotbelägen auf den Tisch stellen: Marmelade, Nutella, Käse, Schinken, Senf, Salatblätter usw. Die Brotscheiben bele- gen und die Quadrate so aufeinanderschichten, dass sie nach oben im- mer kleiner werden, bis ein pyramidenfçrmiges Gebilde entsteht. Ob Sie es essen wollen, ist Ihnen überlassen …

Sie brauchen: Sandgrube oder Sandkasten mit hellem Sand, Ei- merchen, Schaufeln und Lçffel

Sie brauchen: dünne Weißbrotscheiben, verschiedene Brotbeläge, Messer, Pappteller

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Gesprächsthema

Sprechen Sie über die Stadt Ur aus dem Altertum, in der die Menschen in Türmen, den so genannten Zikkuraten, ihre Gçtter anbeteten, und wie Abraham dem wahren Gott nicht in einem Gebäude, sondern in der Wüste begegnete.

DIE ANDACHT

Die Kirche oder den Gemeindesaal vorbereiten

Sie brauchen: große Kartonsterne, (eventuell) PowerPoint mit Fotos der diversen Kreativangebote, Muster von jedem Kreativ- tisch, eine kleine Schüssel mit hellem Sand

Die Kartonsterne aufhängen, einige auf den Boden legen. Wenn Sie Po- werPoint-Fotos zeigen, starten Sie den Beamer, wenn die Leute herein- kommen.

Liedvorschläge

Geh, Abraham, geh / Wo ein Mensch Vertrauen gibt / Weißt du, wie viel Sternlein stehen / Rock, my soul

Biblische Geschichte und Auslegung

Wenn ich unsere Kunstwerke betrachte, dann sehe ich ganz viel Sand und viele Sterne. Dabei fällt mir eine Geschichte ein.

(Nehmen Sie Bezug auf die Bilder der PowerPoint-Präsentation oder Muster von den einzelnen Kreativtischen, um den Leuten diese Ge- schichte zu erzählen.)

Da war ein Mann, der hieß Abraham. Er war schon sehr alt. Seine Frau hieß Sara. Die beiden waren meistens sehr traurig, weil sie keine Kinder hatten.

Aber eines Nachts in der Wüste gab Gott diesem Abraham ein ganz besonderes Versprechen. Er sagte zu Abraham: «Schau dir den Himmel an und versuche die Sterne zu zählen! Genauso werden deine Nachkom- men sein – unzählbar!»

(Zeigen Sie einen der gebastelten Sterne.)

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«… sieh den Sand am Meer. Wie viele Kçrner kannst du zählen? Ich werde dich überreich beschenken und dir so viele Nachkommen geben, wie es Sterne am Himmel und Sand am Meer gibt.»

(Nehmen Sie eine Schüssel mit Sand und lassen Sie den Sand zwischen Ihren Fingern zurück in die Schüssel rieseln.)

Gott hat sein Versprechen gehalten. Wir sind Abrahams Nachkom- men, weil wir zu Gottes Familie gehçren – der Familie der Christen, die an ihn glauben. Wir haben Millionen von Brüdern und Schwestern auf der ganzen Welt – in jedem Land, in jedem Alter und von jeder Hautfarbe.

Gemeinsames Gebet

Lassen Sie die Anwesenden etwas überlegen, wofür sie Gott danken kçnnen. Bitten Sie alle, die laut sagen mçchten, wofür sie danken wol- len, sich zu melden. Wiederholen Sie jeweils, was gesagt wird, und laden Sie alle ein, darauf zu antworten: «Herr, wir danken dir.»

Schlussgebet

Herr, wir danken dir, dass deine Kinder auf der ganzen Welt und durch alle Zeiten hindurch eine große Familie sind und dass wir zu deiner Fami- lie gehçren dürfen. Hilf uns, auch so zu leben und einander durch dick und dünn zu lieben. Amen.

Ü-Segen

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus

(strecken Sie die Hände aus, als wollten Sie ein Geschenk empfangen)

und die Liebe Gottes

(legen Sie die Hände aufs Herz)

und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes

(fassen Sie Ihre Nachbarn an den Händen)

sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen!

(Heben Sie beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Hçhe.)

Bleib am Ball!

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